Jahresbericht 2007-08
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser!
Wir haben zwei sehr ereignisreiche und erfolgreiche Jahre hinter uns.
Nach nun mehr als 10 Jahren STERN-TALER-Arbeit ist der Verein ein intensiver und fester Bestandteil unseres alltäglichen Lebens geworden. Überall, wo wie als Privatpersonen oder geschäftlich unterwegs sind, ist auch STERN-TALER mit dabei. Mit dem Erfolg, dass wir in der Öffentlichkeit mehr und mehr wahrgenommen werden und wir großen Zuspruch erhalten. So können wir immer mehr Kindern ihre Herzenswünsche erfüllen!
Es ist uns zum Beispiel gelungen, im Dezember 2007 den Barclaycard-Charity Award für drei Projekte zu gewinnen: zwei Reisen nach Eurodisney für ein Leukämiekrankes Mädchen und einen Jungen, der an einem Hirntumor operiert wurde und ein Jahr Unterstützung für einen Malkurs an der offenen Ganztagsschule „Am Heimgarten“, in dem talentierte Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen gefördert werden. Ebenfalls im Dezember 2007 wurde STERN-TALER mit dem Bürgerpreis der Bürgerstiftung Ahrensburg ausgezeichnet. Außerdem bekamen wir von Microsoft 500 €, die sie durch deren „50x500“ Programm für gemeinnützige Projekte zur Verfügung stellen. Und im Dezember 2008 haben wir eine weitere Geschäftsstelle im Sauerland gegründet.
In unserem Bericht haben wir wie jedes Jahr alles zusammengestellt, was wir in 2007 und 2008 mit den STERN-TALER-Kindern, unseren Partnern, den Spendern und Mitgliedern erlebt haben.
Ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, die uns in den letzten 10 Jahren so treu unterstützt haben. Wir sind sehr glücklich mit dieser Arbeit und danken Ihnen für Ihre Unterstützung!
Ihr STERN-TALER-Team
Wir und unsere Partner
Die Kontakte zu unseren Partnern sind nach wie vor gut etabliert:
Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Rahlstedt:
Die Seelsorgeschwester informiert uns über die Herzenswünsche der Kinder
und die hier angesiedelte
Stiftung für familienorientierte Nachsorge SeeYou Universitätsklinik Eppendorf:
hier ins besonders die Station Kinder 5 und die Kinderdialyse.
Werner-Otto-Institut:
Die Kontakte zu den Kindern werden über die Therapeuten hergestellt.
Paul-Burwick-Schule, eine Einrichtung der Vorwerker Diakonie:
Frau Alexandra Harloff, die Leiterin vermittelt uns die Kinder hier.
Gleichwohl erfordert es immer wieder Präsenz und Kontaktarbeit zu den einzelnen Häusern, um uns immer wieder in Erinnerung zu rufen.
Unsere STERN-TALER-Kinder 2007 und 2008
Alina
Alina, ein süßes Mädchen von 4 Jahren, wurde uns von Schwester Barbara, Seelsorgerin im Wilhelmstift, vermittelt. Alina war mit akutem Nierenversagen ins Krankenhaus eingewiesen worden und hatte ganz tapfer alle Behandlungen über sich ergehen lassen. Um Alina dafür zu belohnen fragte uns Schwester Barbara, ob wir ihren großen Wunsch, die Barbiepuppe Mariposa, erfüllen könnten. Als wir Alina zu Hause besuchten war sie schon wieder ganz munter. Nur die starken Medikamente hatten noch ihre Spuren hinterlassen: ihr süßes Gesichtchen war sehr aufgequollen. Und weil ihr 10 jähriger Bruder während ihres Krankenhausaufenthaltes so geduldig gewesen und jetzt noch so rücksichtsvoll war, bekam er von uns den großen Brontosaurus von Schleich, der in seiner Sammlung noch fehlte.

Marcel
Marcel, ein fünfzehnjähriger Junge, erkrankte mit 6 Jahren an einem Medulloblastom (Hirntumor). Heute hat Marcel eine Hypophyseninsuffizienz, ist kleinwüchsig und gilt als 100% behindert. Er hat viele Jahre Krankenhaus und verschiedene Behandlungen hinter und noch vor sich. Tapfer hat er immer alles über sich ergehen lassen. Sein Herzenswunsch, eine Reise nach Disneyland Paris hat er Ende April angetreten, und hat zusammen mit seinen Eltern vier Tage dort verbracht. Vor seinem Abflug erhielten wir folgende Zeilen von seiner Mutter:"Der Tag, an dem Marcel nach Paris fliegt kommt nun immer näher und er wird
immer aufgeregter. In vier Wochen ist es so weit.
Fast täglich sehe ich das Prospekt von Disneyland neben seinem Bett liegen
und abends scheint er sich dies immer noch einmal anzusehen.
Wir möchten uns bei Ihnen noch einmal herzlichst bedanken und man kann
wirklich sagen, dass alleine die Vorfreude schon unheimlich viel bewirkt.
Marcel ist sehr glücklich und viel freier in seiner Art, allein durch die
Freude."Nach seiner Rückkehr bekamen wir viele Bilder, hier eins davon.

Marcel hatte viel Spaß und war von Eurodisney begeistert.
Julia
Julia, neun Jahre alt, erkrankte vor zwei Jahren an Leukämie. Ihre Mutter schrieb uns, dass das letzte Jahr die Hölle für Julia war. Sie hatte unter anderem 3 bis 4 Knochenmarkspunktionen und viele verschiedene Chemos, nach denen es ihr sehr schlecht ging. Sie hatte sehr viel gebrochen, hatte sehr oft Gliederschmerzen und war auch oft aggressiv durch bestimmte Medikamente. Sie kämpfte wie ein Löwe in dieser Zeit. Das schlimmste kam, als Ihre Freundin, die 2 Wochen vor Julia auf die Kinderonkologie kam, den Kampf gegen den Krebs verlor. Die beiden Mädels lagen immer in einem Zimmer. Sie sind durch dick und dünn zusammen gegangen, wenn es einer schlecht ging hat die andere immer gesagt, wir schaffen es zusammen. Ein großer Wunsch von Julia, war Mickey und Minney, die sie so sehr liebt, mal persönlich kennenzulernen. Um ihr neuen Lebensmut zu schenken, fragte ihre Mutter uns, ob wir ihr helfen könnten, Julia diesen Wunsch zu erfüllen. Dank der Unterstützung von Barclaycard konnten wir Julia an ihrem 9. Geburtstag die gute Nachricht mitteilen Die Kreditkarten-Bank hatte Ende 2007 den Charity-Award „Hilfe für Helfer“ ausgelobt und STERN-TALER erhielt 1.000,- € für die Realisierung dieses Herzenswunsch.Die Freude war riesengroß. Als Termin suchte sich die Familie die Pfingstferien aus. Nach ihrer Rückkehr haben wir diesen Brief und Bilder bekommen. Hier eins davon:


Familie Hoffmann
Die Hofmanns sind eine große Familie mit neun Kindern im Alter 8 – 19 Jahre. Die beiden ältesten sind leicht behindert. Der Vater ist seit einer Darmkrebs OP im Jahr 2000 100 % schwerbehindert und kann nie wieder arbeiten. Letzten Sommer wurden wieder Metastasen entdeckt. Frau Hofmann ist ebenfalls krank und kann nicht voll arbeiten. Sie leben von Hartz IV und müssen noch einen Bauernhof abbezahlen, welches die Hofmanns für die Unterbringung der großen Familie vor der Erkrankung des Vaters erworben haben.
Die kleinen Jungs, lebhaft wie sie sind, toben gerne und so ist es oft in den Ferien zu Konflikten gekommen, weil der Vater durch die starken Schmerzen viel Ruhe braucht. Um die Situation in den Sommerferien etwas zu entspannen, schrieb uns Frau Hofmann an, ob wir ihnen nicht helfen könnten, die Jungs in ein Ferienlager zu schicken. In den Sommerferien konnten wir diesen Wunsch erfüllen. Die kleinen Jungs Daniel (8) und Aaron (9), sind 14 Tage nach Dranske auf Rügen ins Ferienlager gefahren. Aus ihrem Dankesbrief konnten wir entnehmen, dass sie viel Spaß hatten:

Die 2 großen Jungs Josef (11) und Johannes (12) sind zusammen mit ihren Schwestern (16 + 17) 14 Tage nach Balaton in die Badeferien gefahren. Von ihnen haben wir folgende Bilder bekommen:
Stephan
Stephan, 12 Jahre alt, ist zu einem Grad von 50 schwerbehindert und leidet zusätzlich an einer äußerst seltenen Ticstörung, die dazu führt, dass er ständig Socken und Pullover auftrennt und Stifte zerstört. Wegen dieser Störung musste er zuletzt sechs Wochen stationär behandelt werden. In der Klinik erkrankte er dann so schwer, dass er enorm an Gewicht verlor und bei einer Größe von 1,55 m nur noch 30 Kg wog. Da der Aufenthalt in der Klinik während der Schulzeit war, hatte er dann unheimlich viel Stoff nachzuholen, was ihm sehr viel Stress bereitete und dadurch bedrückter und trauriger wurde und er weiter an Gewicht verlor. Die Ärzte sagten, dass wenn er nicht zunehmen würde, er wieder stationär behandelt werden musste, was Stephan auf gar keinen Fall wollte, der Druck ihm aber auch nicht half zuzunehmen.
Auf seinem Weg zur Schule, geht Stephan täglich an einem Reisebüro vorbei. Von dort brachte er manchmal Prospekte über Ibiza und Mallorca (diese Inseln begeisterten ihn ganz besonders) mit und erzählte seiner Mutter mit glänzenden Augen und einer riesengroßen Freude, wohin er gerne fliegen würde, wenn sie sich einen Urlaub leisten könnten.
Seine Mutter, selbst krank und dadurch erwerbsunfähig und auch noch allein erziehend, wusste dass sie ihrem Sohn diesen Wunsch nie erfüllen werden könnte und machte sich auf die Suche nach Hilfe. Durch die Recherche im Internet stieß sie auf STERN-TALER. In einem sehr bewegenden Telefonat erzählte sie uns von ihren Sorgen und Nöten um ihre Kinder - Stephan hat noch zwei ältere Schwestern, die beide zu einem Grad von 30 behindert sind - und von Stephans Wunsch einmal nach Mallorca oder Ibiza zu fliegen.
Durch die große Unterstützung von Barclaycard war es uns möglich Stephans Wunsch in den Sommerferien zu erfüllen. Die Familie verbrachte eine Woche auf Mallorca, wo sie Sonne, Strand und gutes Essen genießen konnten. Diese Zeilen haben wir nach ihrer Rückkehr bekommen:
„Liebe Frau Hilgenstock, wir möchten uns ganz herzlich, insbesondere im Namen von Stephan für den wirklich schönen und beeindruckenden Urlaub in Mallorca bedanken. Das Hotel war sehr schön, das Essen reichlich. Stephan hat in dieser Woche 2,5 kg zugenommen!!! Ich glaube er selbst hat sich am meisten darüber gefreut. Meine Kinder waren von dem Swimmingpool und dem angrenzenden Strand unglaublich beeindruckt. Sie wussten zuerst überhaupt nicht, was sie als erstes ausprobieren sollten. Diese Woche verging leider viel zu schnell. Bei der Rückreise war vor allen Dingen Stephan sehr traurig, da er hier so richtig ausgelassen und glücklich war, denn hier gab es keine Therapien, Essensvorschriften usw.
Liebe Frau Hilgenstock, ich kann Ihnen in Worten gar nicht schreiben, welch große Freude Sie und alle Beteiligten von Sterntaler e. V. meinem Sohn gemacht haben. Ich werde Ihnen das nie vergessen! Ich habe seit Jahren keinen so glücklichen und zufriedenen Stephan mehr gesehen, wie in den Tagen in Mallorca. Auch meine Töchter möchten sich ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken…“

Mara
Ende Februar 2008 bekamen wir folgende Mail:
"Hallo liebes Stern-Taler Team! Es geht um meiner Tochter Mara 16 Jahre. Sie wünscht sich schon so lange einmal ihre Lieblingsband Juli zu treffen!!! Sie hat eine Kommunikations Behinderung und ist psychisch krank (starke Depressionen, verschlossen, ängstlich). Sie wurde als Kind misshandelt. (…) Ich bin seit meiner Krebserkrankung arbeitslos und kann meiner Tochter noch nicht einmal die kleinsten Wünsche erfüllen. Meine Tochter leidet sehr sie soll einmal glücklich sein und endlich einmal lachen können!!!
Bitte helfen sie mir!!!
Mit freundlichen Grüßen Herr F.!"
Nach mehreren Telefonaten mit Herrn F., war uns klar, dass wir auf jeden Fall versuchen wollten, Maras Wunsch zu erfüllen.
Die erste Hürde, die wir überwinden mussten, war den Kontakt zur Band herzustellen. Das übernahm unsere „Star-Expertin“ Jeanette aus Aachen, die es bis jetzt immer geschafft hat, Star-Treffen zu arrangieren.
Julis Managerin sagte, dass in diesem Jahr keine Tournee geplant sei, dass sie aber für Mara zunächst einmal ein Päckchen mit Fan-Artikeln und Autogrammen von Juli fertig machen könnte. Bei der nächsten Tournee würde sie auf jeden Fall ein Treffen arrangieren.
Mara bekam das Päckchen: eine Live DVD, die Single “Stolen” (zusammen mit Dashboard Confessional), die Single „Zerrissen“, das Album “Ein neuer Tag” und eine Autogrammkarte. Das Album ist meiner Inschrift von Eva versehen: „Liebe Mara*! Alles Liebe von uns! Bleib tapfer und halt’ die Ohren steif!“
Welch große Freude wir und Juli Mara damit machen konnten! Danke Juli! Jetzt warten wir darauf, dass Juli wieder auf Tournee geht, damit wir den größten Traum von Mara erfüllen können - das Treffen mit ihrer Lieblingsband!
Yannick
Anstatt unserem Bericht, fügen wir hier einen Artikel aus der Aachener Zeitung bei, denn besser können wir es bestimmt nicht schreiben:AZ-WEB.DE Aachener Zeitung
Ein Tag, den Yannick Kobalay nicht vergisst Von Verena Kettenhofen
| 04.07.2008, 16:24 Stolberg. Yannick lächelt freudestrahlend, wenn man ihn nach seinen Ausflug nach Essen fragt. Kein Wunder, dieser Ausflug, war etwas Besonders für den Zehnjährigen, einer von den Tagen, die man nicht so schnell vergisst. An dem Tag hat Yannick sein großes Idol, Detlef «D!» Soost, getroffen. Und mit dem Tänzer und Choreografen, der vielen von unterschiedlichen Pro-Sieben- und Viva-Sendungen wie «Popstars» und «Dancestar» bekannt ist, durfte Yannick nicht nur reden, er durfte sogar mit ihm tanzen. «Das hat richtig viel Spaß gemacht. ,D!' ist toll, total witzig und er ist ein super Tänzer», schwärmt Yannick im heimischen Wohnzimmer von der Begegnung mit dem Star.
Dass er sein Vorbild treffen konnte, verdankt Yannick dem Verein Stern-Taler, der Kindern in Not helfen möchte. Und Not hat viele Gesichter, weiß Jeanette Nauruhn, die Leiterin der Aachener Geschäftsstelle des Vereins. Not, das kann materielle Not sein, Not bedeutet aber auch, wenn Kinder «seelisch leiden».
Der Verein versucht, diesen Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen, damit sie abgelenkt sind von ihrem Schicksal und ihren Sorgen. «Wir wollen ihnen einen tollen Tag bereiten», erklärt Jeanette Nauruhn.
Yannicks Mutter ist krank. Tamara Boateng-Kobalay hat Krebs und vor ein paar Monaten ging es der 36-Jährigen sehr schlecht. Mittlerweile hat sich ihr Gesundheitszustand glücklicherweise verbessert, doch die vielen Operationen und Chemotherapien haben sie natürlich mitgenommen - und auch ihre Söhne. Yannick wird sehr ernst, wenn man ihn nach der Erkrankung seiner Mutter fragt. Er erzählt, dass er und sein kleiner Bruder Joel sehr traurig gewesen sind, als seine Mutter im Krankenhaus war.
Und so war auch sein erster Wunsch nicht Detlef «D!» Soost zu treffen, sondern dass seine Mutter immer gesund bleibt. «Aber das liegt nicht in meiner Macht», bedauert Jeanette Nauruhn, die Tamara Boateng-Kobalay von der Schule kennt und sie bei einem Klassentreffen wieder gesehen hat. Da sei auch die Idee entstanden, etwas für die beiden Kinder zu tun, erläutert die Geschäftsführerin.
«Ich fand die Idee sehr gut», sagt Tamara Boateng-Kobalay, die gar nicht wusste, dass es Stern-Taler gibt. Und sie hätte ihrem Sohn vermutlich auch nicht einen Abend mit «D!» schenken können. «Da weiß ich gar nicht, wie ich an ihn rankommen soll.» Das weiß aber Jeannette Nauruhn, die den Kontakt zum Management des Künstlers hergestellt hat.
«Das lief wunderbar», berichtet die 36-Jährige, die allerdings auch schon andere Erfahrungen mit Managern gemacht hat. Doch der Manager von Soost hätte sich viel Mühe gegeben, einen Termin zu finden; «und schließlich stand fest, dass Yannick sein
Vorbild in Essen treffen konnte. Dort sollte ohnehin ein Workshop stattfinden. Yannick durfte «D!» aber schon vorher in der Garderobe sehen», erklärt Jeannette Nauruhn, die Yannick begleitet hat.
Dort habe der Choreograph ihm auch die Tanzschritte gezeigt, die Yannick, der schon seit zwei Jahren von seinem Vater Breakdance lernt, gleich in der Schule vorgeführt hat. Gerne würde er sein Vorbild noch einmal treffen, doch jetzt ist erst einmal sein kleiner Bruder Joel an der Reihe.
Der möchte ins Playmobil-Land bei Nürnberg. «Weil ich die kleinen Figuren mal in groß sehen will», erklärt der Achtjährige. Stern-Taler wird auch Joels Wunsch erfüllen, das hat Jeanette Nauruhn versprochen. Und Joel lächelt jetzt schon freudestrahlend.
Yannick (Mitte) mit Detlef «D!»Soost (links)

Jeanette (Mitte), unsere „Star-Treffen Expertin“ und Geschäfts-stellenführerin in Aachen mit Detlef «D!» Soost (links)
Mirko
Mirko ist 12 Jahre alt und herzkrank. Er ist ein begnadeter Sänger, den wir seit 2007 mit Gesangunterricht fördern. Sein Vater war arbeitslos geworden, die Familie musste Privatinsolvenz anmelden. Mirko bekam natürlich viel von den Sorgen und Nöten der Familie mit und dieser seelische Stress machte seinem schwachen Herz sehr zu schaffen. Im Frühsommer 2008 trat seine Mutter mit der Bitte an uns heran, ob wir sie in irgendeiner Art und Weise unterstützen könnten, damit die Familie ein paar Tage an der See verbringen könnte. Die Ärzte hatten einen Klima- und Umgebungswechsel für Mirko empfohlen und sie hätten überhaupt keine Möglichkeit so etwas zu finanzieren. Diesen Wunsch wollten wir gerne nachkommen und die Familie suchte sich ein Häuschen in Dänemark aus, wo sie eine Woche in den Sommerferien verbrachten. Wir bekamen auch eine Postkarte, in der sie von der Ruhe und dem guten Wetter schwärmten.
Was noch geschehen ist
Für 2007 hatten wir uns vorgenommen, das 10 jährige Bestehen von STERN-TALER ganz groß zu feiern. Die Planungen waren auch im vollen Gange, sogar einen ideenreichen Sponsor hatten wir, der uns helfen wollte ein wirklich großes Fest zu veranstalten. Unsere Vorstellungen passten dann leider doch nicht zusammen und der Spendenfluß war in den Jahren davor nicht so stark gewesen, so dass wir uns schweren Herzens entschieden auf die Feier zu verzichten und unser Augenmerkmal doch mehr auf unsere Außendarstellung zu legen, um den Spendenfluß wieder etwas zu beleben.
Wir haben einen schriftlichen Spendenaufruf an Firmen und Geschäftsfreunden gestartet, der recht erfolgreich war und uns immerhin über 7.500 € einbrachte! Danach geschah ein Wunder nach dem Anderen. Wie wir im Vorwort schon erwähnt hatten, wurden wir mit dem Bürgerpreis der Bürgerstiftung Ahrensburg ausgezeichnet, was uns Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit schenkte und auch noch 1.000 € einbrachte.

Wie Sie ebenfalls im Vorwort schon gelesen haben, gewannen wir den Barclaycard-Charity Award für drei Projekte: zwei Reisen nach Eurodisney für ein Leukämiekrankes Mädchen (1.000 €) und einen Jungen, der an einem Hirntumor operiert wurde (1.000 €) und ein Jahr Unterstützung für einen Malkurs an der offenen Ganztagsschule „Am Heimgarten“, in dem talentierte Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen gefördert werden (1.280 €).

Und das aller Größte war dann, dass unser Verein von den Mitarbeitern von Barclaycard zu ihrer Charity-Partnerorganisation für das Jahr 2008 auserwählt wurde!
Barclaycard Deutschland unterstützt seit 2002 in jedem Jahr eine regionale gemeinnützige Einrichtung. Über das Jahr hinweg organisieren die Barclaycard-Beschäftigten in Eigenregie interne und externe Aktivitäten, dessen Erlös der Charity-Partnerorganisation zugutekommt. Diese Aktionen, werden von dem Community-Team, eine Gruppe von etwa 20 Mitarbeitern die sich kontinuierlich engagieren, organisiert.
Hier sind die Aktionen, die zu Gunsten von STERN-TALER organisiert wurden:
- Kick-off-Veranstaltung mit Verkauf von selbstgebackenem Kuchen im Haus – Erlös 362,09 Euro.
- Charity Fußballturnier - Bei dem Charity-Fußballturnier hat Barclaycard Deutschland 8.222,40 Euro zugunsten von Stern-Taler e.V. eingenommen. Die Erlöse des Turniers setzen sich zusammen aus den Startgeldern der 13 teilnehmenden Mannschaften und dem Verkauf von Tombola Losen, Kuchen und Würstchen. Der britischen Mutterkonzern, Barclays Bank PLC, verdoppelt diesen Erlös.
Gewinner des Fußballturniers. Auf der rechten Seite Frau Pick und Herr Gray vom Barclaycard Community-Team.
- Die „Heinzelmännchen-Auktion“ – Mitarbeiter überlegen sich attraktive Dienstleistungen, die von ihren Kollegen ersteigert werden, z. B. Tennisunterricht, Golfschnupperstunden, ein Wanderritt für Kinder durch den Forst Klövensteen, ein selbstgemaltes Ölbild, Gourmet-Abende mit mehrgängigem Menü für eine größere Runde – Erlös 1.865,75 Euro.
- Kinderfest - Mit einem Spieleparcours, dem Verkauf von Kuchen und Würstchen sowie Losen für eine große Tombola hat Barclaycard mehr als 1.200,00 Euro gesammelt. Der britischen Mutterkonzern, Barclays Bank PLC, verdoppelt diesen Erlös – somit fließen über 2.400,00 Euro an STERN-TALER.
- Neben all diesen vielfältigen Aktionen gab es regelmäßig einen internen Kuchenverkauf bzw. das Angebot von Frühstück am Arbeitsplatz und darüber hinaus sammelten die Mitarbeiter von Barclaycard Geld durch ihre hauseigene Fundgrube, in der Bücher und CDs verkauft wurden. Mehr als 50 Mitarbeiter spendeten zudem monatlich ihre „Cents from Heaven“, das sind die Cent-Beträge ihrer monatlichen Gehaltsabrechnung. Durch diese vielen Aktionen kam der stolze Betrag von fast 5.000 Euro zusammen!
Zusammengerechnet hat die Barclaycard mehr als 25.000,- Euro für STERN-TALER gesammelt!!! Mit diesem riesen Betrag werden wir viele, viele Kinderaugen zum Strahlen bringen können.
VIELEN DANK BARCLAYCARD!
Über uns
An dieser Stelle möchten wir über einige Neuigkeiten und Änderungen berichten.Im Vorwort wurde kurz erwähnt, dass wir im Dezember 2008 eine neue Geschäftsstelle im Sauerland gegründet haben. Herr Georg Plümper wollte ursprünglich einen eigenen Verein in Menden gründen. Während seiner Recherche stieß er auf unsere Homepage, was ihn dazu bewegte uns anzurufen und sich über unsere Erfahrungen zu informieren. Elisabet und Herr Plümper führten ein langes Gespräch und gleichzeitig kamen sie auf die Idee, dass es doch nicht notwendig sei, das Rad nochmal neu zu erfinden. Wir schlugen ihm das gleiche Modell vor, dass wir schon seit einigen Jahren erfolgreich mit unserer Geschäftsstelle in Aachen führen, Susanne nutzte eine Reise, die sie in der Gegend machte, um ihn persönlich kennenzulernen und danach waren wir uns alle einig, dass Herr Plümper und seine Motivation mit in STERN-TALER einfließen sollte.
Wir freuen uns sehr darüber, dass Herr Plümper sich entschieden hat, mit in unser Team einzusteigen und freuen uns auf eine lange Zusammenarbeit!
Nathalie Hampel und Silke Ostwald mussten leider aus beruflichen und privaten Gründen als aktive Mitglieder austreten. Wir danken beide für die vielen Stunden, die sie STERN-TALER geschenkt haben.
Susanne und Charlotte stehen wieder voll im Beruf und haben sehr wenig Zeit, die sie für STERN-TALER noch zur Verfügung stellen können, so dass sich die ganze Arbeit auf Kathrin und Elisabet verteilt. Wir merken aber immer wieder, dass STERN-TALER wichtige Arbeit leistet und haben uns vorgenommen, dass es mit dem Verein auf jeden Fall weiter gehen muss. Dafür brauchen wir unbedingt helfende Hände. Für das Jahr 2009 haben wir uns daher vorgenommen mehr aktive Mitglieder zu gewinnen.
Schlusswort
Liebe Mitglieder, liebe Spender, liebe Interessenten! Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Interesse an STERN-TALER und für Ihre Unterstützung.
Wir freuen uns auf ein neues STERN-TALER-Jahr.Teilen Sie unsere Freude und
berichten von STERN-TALER in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis
oder
- vermitteln uns STERN-TALER-KINDER.
Danke!
Ihr
STERN-TALER Team
Susanne, Charlotte, Kathrin und Elisabet in Ahrensburg
Jeanette Nauruhn in Aachen und
Georg Plümper in Menden