Jahresbericht 2010
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser!
Wieder liegt ein sehr erfolgreiches Jahr hinter uns. STERN-TALER ist inzwischen ein gut etablierter Verein , unsere Arbeit erfährt viel Anerkennung und hat an Bedeutung gewonnen. Sie ist wichtig, um Kindern, die durch schwere Zeiten gehen, Kraft und neue Impulse zu schenken.
Unser Team der aktiven Mitglieder hat sich etwas verändert. Jette und Regina können aus beruflichen Gründen leider nicht mehr aktiv sein. Doch wir haben ein neues Mitglied gewonnen. Ihr Name ist Heike Armbrust. Sie ist die Lehrerin von André, der an Muskeldystrophie Typ Duchenne erkrankt ist und von dem wir in unserem Bericht 2009 erzählten. Heike ist Lehrerin des Anne Frank Gymnasiums in Werne (NRW) und hat mit verschiedenen Aktionen innerhalb kurzer Zeit fast 9000 € zusammengebracht! Welch ein Start!
Dank dieses guten Finanzpolsters war es uns möglich, alle Herzenswünsche, die an uns herangetragen wurden, zu erfüllen. Wir freuen uns darüber unsere wundervollen Erlebnisse mit den Kindern auch mit Ihnen teilen zu dürfen!
Ihr STERN-TALER-Team
Unsere STERN-TALER-Kinder 2010
Freya
Freya ist ein fünfjähriges Drillingskind, das an der seltenen Krankheit „Miller-Fischer-Syndrom“ leidet, einer heimtückischen Infektionskrankheit, die den Bewegungsablauf stört und auch oftmals das Sprachzentrum lahm legt. Nerven und Nervenwurzeln werden entzündlich zerstört. Die Betroffenen sind häufig auf den Rollstuhl angewiesen. So schlimm ist es bei Freya zum Glück nicht. Zwar hatte sie schon die ersten Lähmungserscheinungen, jedoch konnten sie glücklicherweise erfolgreich behandelt werden, so dass es ihr wieder ganz gut geht.
Freya musste schon oft sehr tapfer sein, hat schon viele Krankenhausaufenthalte hinter sich, und ihre Brüder, die zum Glück gesund sind, mussten auch schon viel zurückstecken. Die Seelsorgerin desKinderkrankenhauses Wilhelmstift in Hamburg, zu der wir engen Kontakt haben, hat uns von Freya erzählt und uns gefragt, ob wir für diese Familie etwas tun könnten.
Zusammen mit ihrer Familie hatte Freya schon einmal Urlaub am Weissenhäuser Strand gemacht und das hatte ihr so gut gefallen, dass sie sich nichts sehnlicher wünschte als wieder dorthin zu fahren. Nach Gesprächen mit der Familie, entschieden wir, dass, Freya, ihren Brüdern und auch ihren Eltern eine Woche in dem schönen Ferienpark wirklich gut tun würde.
Anfang September ist die Familie für eine Woche dorthin gefahren. Der Ferienpark Weissenhäuser Strand hat für einen tollen Preis ein spezielles Paket für sie geschnürt, das eine größere Wohnung, Karten für das Subtropische Badeparadies und das Abenteuer-Dschungelland beinhaltete. Dafür möchten wir uns beim Ferienpark ganz herzlich bedanken. Freya, ihre Brüder und Eltern haben die Woche richtig genossen.

Enno
Enno (12 Jahre) hat Histiozytose. Das ist eine Krankheit, bei denen es zu einer krankhaften Vermehrung der Histiozyten, speziellen weißen Blutkörperchen, kommt.
Bei einer Histiozytose kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung von Histiozyten vom Phänotyp Langerhans-Zellen. Histiozyten werden bei Bedarf in Makrophagen umgewandelt. Diese sogenannten Fresszellen (Phagozyten) gehören zu den Zellen des Immunsystems. Dringen Viren, Bakterien oder andere Erreger in den Körper ein, so werden diese von den Fresszellen zerstört. Bei Menschen, die an einer Histiozytose leiden, kommt es zu einer krankhaften Vermehrung der Langerhans-Zellen. Da diese hauptsächlich in der Haut und den Schleimhäuten zu finden sind, äußert sich die Krankheit in vielen Fällen zunächst durch knotige Veränderungen der Haut. Die Zellen können jedoch über die Blutbahn nahezu alle Organe erreichen und diese ebenfalls entsprechend schädigen. Das bedeutet, dass die Zellansammlungen (Tumore) gesundes Gewebe befallen und zerstören können. Infolge kann es u. a. zu Knochenerweichungen, Erblinden, Zahnverlust, Diabetes u. v. m. kommen.
Seine Mutter ist derzeit selbst auch in einer schweren Lebenssituation. Enno hat noch zwei kleinere Geschwister, die gesund sind.
Enno leidet schon sehr lange unter dieser Krankheit und muss regelmäßig behandelt werden. Er ist ein sehr kunstinteressierter Junge, der in seiner Stadt Nordhorn den Jugendkulturpreis für das Bauen von Skulpturen aus Schrott gewonnen hat. Sein großer Wunsch war den Eifelturm in seiner vollen Größe zu sehen. Die Reise sollte im April stattfinden. Doch am lang ersehnten Tag der Abreise kam die Wolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull über den europäischen Himmel und Enno konnte nicht fliegen. Die Enttäuschung war sehr groß. Der Wunsch sollte aber auf jeden Fall erfüllt werden und es wurde ein neuer Termin gesucht. Im Juni war es dann endlich so weit und Enno konnte den Eiffelturm sehen, fühlen und besteigen. Nach seiner Rückkehr bekamen wir folgenden Reisebericht:
„Im November 2009 klingelt das Telefon. Am anderen Ende ist Frau Wolf. Ein Herzenswunsch von Enno soll in Erfüllung gehen. Einmal auf dem Eiffelturm sein, Paris sehen, die Stadt der Künstler.
Die Reise soll im Frühling stattfinden, wenn das Wetter besser ist. Frau Wolf kümmert sich um alles. Enno braucht sich nur auf die Reise zu freuen.
Gemeinsam malen wir uns aus, wie es wohl sein wird, Enno in Paris, der Flug, das Hotel....Alles ist startklar, von Frau Wolf mit allen wichtigen Reiseinformationen ausgestattet soll es losgehen. Aber der Vulkanausbruch macht die Reise unmöglich. Da ist alles so gut geplant und organisiert und ein Vulkan kann einfach nicht das Wochenende abwarten. Aber Frau Wolf kümmert sich sofort um alles weitere Organisatorische um die Reise zu verschieben. Enno darf sich also noch einmal auf den Weg zum Flughafen machen, diesmal ein paar Wochen später.
Das Flugzeug haben wir fast für uns alleine an diesem Samstag. Enno wird gut umsorgt von den Stewardessen und darf sogar mal ins Cockpit schauen.Anflug auf Paris, das Wetter ist wunderschön. Ein erster Blick auf den Eiffelturm ist zu genießen.Ankunft auf dem Flughafen, wir müssen jetzt nur ein Yellow Cab anrufen und weiter geht’s. Die Fahrt durch Paris ist ein Erlebnis und gleicht einer Stadtrundfahrt. Der nette Fahrer zeigt uns wichtige Gebäude und erzählt einiges. Im Hotel werden wir freundlich begrüßt. Wir ruhen uns erst einmal im gemütlichen Zimmer unterm Dach aus.
Die Sonne scheint und jetzt erkunden wir die Gegend. Wir essen Baguette und lassen es uns gut gehen.
Später am Nachmittag machen wir eine Schifffahrt und sehen Paris von der Wasserseite. Auf dem Rückweg kommen wir bei einem Maler vorbei, der seine Kunstwerke gerade verstauen will. Enno ist ganz begeistert von den vielen Bildern und irgendwie schaffen es der Maler und Enno zu kommunizieren, obwohl Enno nur ein paar Worte Französisch kann. Zum Schluss bekommt er ein Bild geschenkt. Total müde fällt Enno mit Vorfreude auf die nächsten Tage erschöpft ins Bett.
Sonntagmorgen, ein Gewitter über der Stadt. Vom Frühstücksraum aus kann man den Eifelturm sehen. Die Croissants schmecken herrlich. Es regnet in Strömen. Egal, der Eiffelturm wartet. Wir haben schon ein Ticket für den Aufstieg. Kurz bevor wir losgehen klart der Himmel auf. Zu Fuß geht’s also los und dann steht er da, riesig. Enno ist überwältigt. Dank der reservierten Karten können wir an der langen Schlange vorbei und müssen nicht so lange warten. Der Fahrstuhl bringt uns auf die Plattform und Enno ist nur noch glücklich. Insgesamt bleiben wir 4 Stunden auf dem Eiffelturm, auch das lange Warten vor der letzten Plattform macht ihm nichts aus. Jeder Winkel wird erkundet. Enno steht ganz oben und genießt diesen Traum, der jetzt kein Traum mehr ist.Um 15 Uhr tritt er überglücklich den Rückweg ins Hotel an. Von dort ist Enno aber auch keinen weiteren Zentimeter mehr zu bewegen. Sein Kommentar: „Ich war auf dem Eiffelturm, mehr brauch ich in Paris nicht zu sehen, das war mein größter Wunsch!“
Am folgenden Tag werden wir wieder vom Taxi abgeholt. Noch eine schöne Stadtrundfahrt auf dem Weg zum Flughafen. Diesmal geht es mit einer kleinen Maschine zurück, wir müssen über das Rollfeld laufen und über eine Treppe ins Flugzeug steigen. Noch einmal Paris von oben sehen.
Au revoir, es war wunderschön.Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich für diese Reise bedanken. Das Erlebnis begann schon mit dem Anruf im November, alles wurde sorgfältig geplant und Enno und ich als Mutter brauchten uns nur über all das freuen. Vielen vielen Dank!!!!!!“
Tim und Alina
Tim (9 Jahre) und Alina (12 Jahre) sind Geschwister. Die Mutter hat beide Kinder von unterschiedlichen Vätern. Tim wollte auf Grund der Suchtkrankheit der Mutter 2006 zum Vater, der kurz darauf leider verstarb – Tim kehrte also zur Mutter zurück. Diese war mit der Sorge überfordert und Tim kam im Oktober 2009 mit starker Dehydration und Lungenentzündung ins Krankenhaus. Die Einweisung erfolgte durch das Jugendamt - Alina hatte zur gleichen Zeit ebenfalls Lungenentzündung im Anfangsstadium. Beide Kinder sind jetzt im Kinderdorf untergebracht. Tim hat in kürzester Zeit mehrfach die Bezugsperson verloren bzw. wechseln müssen.
Tims Leidenschaft ist Skateboard zu fahren und sein Herzenswunsch war es einen echten Skaterprofi kennenzulernen. Am Wochenende vom 13./14. März reiste Tim mit STERN-TALER nach Bremen zur deutschen Skateboardmeisterschaft. Er wohnte im Hotel, in dem die meisten Skater untergebracht waren, lernte den amtierenden deutschen Meister Yannick Schall kennen und die für DC Skateboarding startenden Skater Patrick Boess und Fabian zeigten Tim wie man mit dem Skateboard Sprünge meistert. Neben diversen Geschenken von allen (T-Shirts, DVD und als Highlight ein altes Profiboard), durfte Tim das ganze Wochenende im Teilnehmerbereich ein und aus gehen und dort auch zwischen den „Fachleuten“ skaten üben.
Vielen Dank an das Team des COS und DC Sports, die mit Ihrem Einsatz Tim ein unvergessliches Skateboardwochenende ermöglicht haben.

Alinas Wunsch war ins Phantasialand nach Brühl reisen zu dürfen. Diese 2 Tage-Reise fand in den Pfingstferien statt und wurde uns vom Phantasialand komplett gesponsert. Herzlichen Dank an Phantasialand für diese großzügige Unterstützung.
Evelyn und Daniel
Evelyn (9) und Daniel (5) sind mit ihren Eltern 1997 von Russland nach Deutschland gekommen. Nach einer dramatischen Scheidung der Eltern - der Vater hatte die Kinder zeitweise entführt - wohnen die Kinder jetzt bei der Mutter. Leider hat das Erlebte deutlich Spuren hinterlassen.
Die neunjährige Evelyn besucht eine Integrationsklasse und leidet massiv unter Konzentrationsstörungen. Zudem ist sie hyperaktiv und es wurde eine Vielzahl an Allergien bei ihr festgestellt. So leider auch eine Tierhaarallergie, die Evelyn ihren großen Wunsch, das Reiten und den Kontakt zu Pferden, verwehrt. Außerdem wurde Evelyn anfangs in der Schule von ihren Mitschülern ausgegrenzt.
Daniel ist ein aufgeweckter kleiner Kerl, hat aber bis zu seinem 4. Lebensjahr nicht gesprochen. Nach vielen Untersuchungen hat man einen Hörschaden bei ihm festgestellt. Dieser ist zwar jetzt behoben, allerdings muss Daniel noch mehrmals in der Woche logopädische Hilfe in Anspruch nehmen. Bei beiden Kindern bestand der Verdacht auf eine geistige Behinderung und sie mussten sich während eines zeitaufwändigen Aufenthaltes in der Pelzerhakenklinik vielen Untersuchungen unterziehen. Zum Glück hat sich der Verdacht auf Behinderung nicht bestätigt.
Der größte Wunsch beider Kinder war ein Besuch im Freizeitpark Legoland.
Da es finanziell für die kleine Familie ausgeschlossen war, diesen Traum zu verwirklichen, hat STERN-TALER e.V. den großen Wunsch von Evelyn und Daniel wahr werden lassen: Im Oktober wurden die Sachen für ein Wochenende im Legoland Dänemark gepackt. Und sowohl für die Kinder als auch für ihre Mutter wurde es ein unvergessliches Erlebnis. Alle hatten so viel Spaß (wie man den Fotos deutlich entnehmen kann!) und die Kinder wollten das Legoland und das schöne Hotel gar nicht mehr verlassen.
Auch wenn es nur ein Wochenende dauerte, für Evelyn und Daniel ist ihr größter Wunsch in Erfüllung gegangen.

Carolina (6 Jahre) ist mit einem schweren Herzfehler und einer verästelten, nicht richtig geteilten Luft- und Speiseröhre zwei Monate zu früh auf die Welt gekommen. Die ersten neun Monate ihres Lebens hat Carolina auf der Intensivstation verbracht. Schon als Baby ist Carolina zweimal am Herzen operiert worden. Es folgten fünf weitere OPs an Speise- und Luftröhre, die letzte im Jahr 2008. Eine lange Narbe auf dem Oberkörper des quirligen Mädchens erinnert die Eltern Tag für Tag an die Krankenhausaufenthalte ihrer Tochter. An die Tage und Nächte des Bangens und Hoffens.
Zudem leidet das zierliche Mädchen an Mukoviszidose, die zu schweren Störungen der Atmung führt. Damit es Carolina gut geht, muss sie alle drei Stunden inhalieren. Auch nachts. Wenn sie krank ist - was oft der Fall ist - alle zwei Stunden. Anderenfalls würde sich der Schleim nicht lösen, und sie bekäme keine Luft mehr. Carolinas Herzenswunsch war, mit ihrer Familie in einem heißen und trockenen Land Urlaub zu machen, denn dort kann sie frei atmen.
Um diesen etwas kostspieligen Wunsch erfüllen zu können, organisierten wir eine Auktion. Sehr hilfsbereite Sponsoren stellten uns großartige Versteigerungsobjekte zur Verfügung.
So leistete zum Beispiel das Casino Hotel Columbia in Travemünde den großzügigen Beitrag von zwei Übernachtungen für zwei Personen im stilvollen Doppelzimmer inkl. COLUMBIA Wohlfühlpaket und ein 3-Gang Abendmenü im Restaurant Tafelfreuden, der einen Wert von ca. € 600 darstellte.
Die LaLeLu a cappella überließ uns zwei Karten für die Vorpremiere des neuen Programms „Pech im Unglück“ .
Der HSV stellte uns Autogrammkarten der kompletten Mannschaft zur Verfügung.
Das Autohaus Russmeyer überreichte uns ein Gutschein für ein Wochenende mit einem neuen Audi Modell, wie z.B. A8 oder A1, oder einem neuen VW Modell, wie z.B. Sharan oder Touareg, mit 400 Freikilometern.
Von Stage Entertainment erhielten wir eine Karte für das Musical „Der König der Löwen“.
Zusätzlich wurde das Paket unserer Sponsorengeschenke noch um Fahrräder, Radio und CD/Kassetten-Spieler und tolle neue Spielsachen angereichert.

Der amtlich anerkannte Auktionator Rene S. Spiegelberger trieb die Auktion mit dem Hammer zu Stimmungshoch und Maximalerlösen. 650 € flossen für Carolina in die Kasse.
Im August flog die Familie dann nach Mallorca. In einer schönen Appartmentanlage haben die Großen und die Kleinen Sonne und Meer genossen.
In den zwei Wochen, die sie dort waren, hatte Carolina keine Atemprobleme …

Christin
Von Christin hörten wir das erste Mal schon im Sommer 2007 durch Schwester Barbara aus dem Wilhelmstift. Sie kannte Christin inzwischen ganz gut, weil das damals 11-jährige Kind schon unzählige Operationen hinter sich hatte. Christin wurde nämlich mit dem Apert-Syndrom geboren. Diese Krankheit ist eine genetisch bedingte Fehlbildung. Auffällig sind bei dieser Krankheit die Deformationen im Kopf-, Fuß und Handbereich. Diese Kinder müssen in den ersten Lebensjahren viele Operationen über sich ergehen lassen. Das Anders-Aussehen und Anders-Sein erschwert den Menschen mit Apert-Syndrom ein fast normales Zusammenleben mit anderen Kindern und Erwachsenen. Dadurch entstehen viele psychische Probleme. Dies wird auch von der Mutter bestätigt.
In einem Brief schrieb sie uns: „…Jetzt sagt sie (Christin) oft, „ich möchte nicht behindert sein, die schauen mich alle immer so doof an.“…“
Damals war Christin ein großer Schalke Fan und ihr Herzenswunsch war Gerald Asamoah persönlich kennen zu lernen. Nach vielen Mails und Telefonaten hatten wir Kontakt zu Schalke herstellen können, aber der Termin kam aus verschieden Gründen doch nicht zustande.
Anfang des Jahres meldete sich Frau Schön bei uns, ob Christin noch einen Wunsch frei hätte, nachdem es mit Schalke nicht geklappt hätte. Wir sagten ihr, dass Christin sich noch was wünschen dürfte. Ihre Mutter erzählte uns dann, dass Christin (inzwischen 14) sehr schwer aus ihrem Bett kommen könnte und dass sie sich für ihr neues Zimmer ein passendes, etwas erhöhtes Bett wünschen würde. Diesen Wunsch konnten wir ihr problemlos erfüllen.

Grüße von Julia
Julia ist ein STERN-TALER Kind aus dem Jahr 2007/2008, die an Leukämie erkrankt war. Wir erfüllten ihr den großen Wunsch einmal Eurodisney in Paris zu besuchen, wo sie eine Zeit erlebt hat, die ihr unvergesslich ist. So schreibt Julia uns immer einmal wieder ein paar Zeilen, dieses Jahr schickte sie uns einen netten Brief und einige Fotos, die uns zeigen, dass es ihr wieder richtig gut geht.
„Ich bin es mal wieder, Julia, es geht mir gut. Ich komme dieses Jahr in die 7. Klasse und die Schule macht mir Spaß. (…)
Letztes Jahr waren wir in Sayda ein ganzes Wochenende lang. Es war schön dort. Man konnte viele tolle Sachen dort machen und erleben, z.B. man konnte töpfern, Brot und Brötchen backen, die wir fürs gemeinsame Abendbrot vorbereiten durften, Ketten basteln, für die Männer Fische angeln, Tiere füttern und auf Pferden reiten. Am schönsten gefiel mir das Quad fahren. (…) Wir fahren dieses Jahr wieder mit. Unser Krebsverein, wo meine Eltern aktive Mitglieder sind, organisiert diese Fahrt. (…) Es sind viele Freunde von mir und meinen Eltern dabei, die ich in meiner Krankheitsphase kennen gelernt habe. (…) Dieser Verein ist sehr wichtig für mich und meine Mama, vor allem, weil sie dort immer Tag und Nacht in meiner Nähe war. (…) In diesem Verein verarbeiten wir alle diese furchtbare Zeit. Er heißt Sonnenstrahl e.V. Dresden. Dort sehe ich auch noch die Familie meiner Freundin Vivi.
Mein Wunsch ist es noch einmal nach Paris zurück zu kehren, mit meiner Familie. Wir werden es auch wieder schaffen. (…) Ich werde jetzt meinen Brief beenden und werde mich dieses Jahr bestimmt mal wieder melden. (…)
Bis bald Ihre Julia aus Sachsen, Hoyerswerda“
André dankt STERN-TALER
Vor zwei Jahren erreichte STERN-TALER die Bitte um Unterstützung für André, der seit frühester Kindheit an Muskeldystrophie (Typ Duchenne) erkrankt ist und daher nach Abschluss der 10. Klasse am Anne-Frank-Gymnasium in Werne weder weiter die Schule besuchen noch eine Ausbildung in Angriff nehmen konnte. André ist ein heller Kopf und so überraschte es nicht, dass es sein dringlichster Wunsch war, weiter lernen zu dürfen, was STERN-TALER ihm durch Finanzierung von Sprachunterricht und allgemein bildendem Unterricht ermöglichte. Zu dieser Zeit hatte André verschiedenste Pläne, die er aber aufgrund des Krankheitsverlaufs ändern musste.
Heute lebt André, der fast vollkommen bewegungsunfähig ist, nur maximal fünf Stunden des Tages ohne Beatmungsgerät, wird rund um die Uhr von Pflegepersonal und seinen Eltern versorgt und kann seinen eigenen kleinen Lebensraum kaum verlassen. Dennoch hat er sehr viel Lebensmut, den er nun auf seine Weise nach außen zu tragen versucht.
Vor Ort regelmäßig betreut und aktiv unterstützt von STERN-TALER Mitarbeiterin Heike Armbrust versucht André ein Buch über sein Leben aus seiner Sicht zu schreiben. Das Manuskript trägt den Arbeitstitel „Aber meine Seele ist doch frei …“ und hat die beiden schon durch viele Emotionen geführt. Da André seine Gedanken über eine Bildschirmtastatur, die mit der Computermaus bedient wird, Buchstabe für Buchstabe mühsam einzeln eintippen muss, ist das Schreiben ein sehr langwieriger Prozess, aber er lässt es sich nicht nehmen, diese Arbeit selbst zu tun und ist am Ende eines neu verfassten Abschnittes auch immer wieder ein bisschen stolz auf das, was er geschafft hat.
Andrés Humor, der aus vielen seiner Zeilen spricht, sein faszinierend positives Denken sowie seine Dankbarkeit für die Unterstützung bei seiner Arbeit, die immer wieder neu zum Ausdruck kommen sind die beste Motivation für STERN-TALER den inzwischen 18jährigen Jungen auch weiterhin zu betreuen.
Wir freuen uns, an dieser Stelle weit mehr sein zu können als ein „Wünscheportal“ und unseren Stern für André festhalten und immer wieder ein bisschen leuchten lassen zu können.

Berichte zum Thema Talentförderung
Malkurs im Schulzentrum Am Heimgarten, Ahrensburg
Seit September 2005 fördert STERN-TALER einen Malkurs im Schulzentrum am Heimgarten im Rahmen der Ganztagsschule. Sechs Kinder im Alter zwischen 12 und 15 Jahren zeichnen unter Anleitung von Frau Schöttler-Labenz vor allem Comics. Dies ist die besondere Stärke dieser Kinder. Aber Frau Schöttler-Labenz bringt immer wieder neue Anregungen, die die Kinder gerne annehmen.Dieses Jahr bekamen wir einen besonders schönen Weihnachtsgruß:

Unsere Musikkinder
2010 wurden folgende Kinder von uns musikalisch gefördert:
Paulina – Geige
Dounia – Klavier
Annika – Flöte
Viktor – Gesang
Maximilian - Schlagzeug
Gina – Geige
Molina - Gitarre
Was noch so wunderbares geschehen ist
Lions Golfturnier
Zum 16. Mal luden der Lions Club Ahrensburg und der Golfclub Hamburg-Ahrensburg zu einem Benefiz-Turnier auf der Anlage am Bredenbeker Teich ein. 120 Golfer aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig Holstein nahmen am 21. August an diesem Turnier teil. Die Kosten des Turniers wurden durch einen Sponsor getragen, von den Teilnehmern wurde eine nennenswerte Spende erwartet. Das Geld ging an soziale und kulturelle Einrichtungen in Stormarn, 3000,- € bekam STERN-TALER. Susanne Dahncke, unsere Gründerin, und Charlotte Engels, einer der Gründungsmitglieder, nahmen das Geld entgegen.
Von Herzen danken wir dem Lions Club Ahrensburg für diese großzügige Unterstützung!

Benefizkonzert der Musikschule Thomas Lass
Einige der Kinder, die wir musikalisch fördern, besuchen die Musikschule Thomas Lass. Bei den Vorspiel-Konzerten, die die Musikschule zwei Mal im Jahr organisiert, damit Eltern, Freunde und Verwandte die Fortschritte der Schüler bestaunen können, wird auch eine Spendenbox für STERN-TALER aufgestellt. Dieses Jahr kamen einige Dozenten auf die Idee ein Benefizkonzert zu organisieren, um den Spendenfluss etwas zu erhöhen.
Am 6. November fand das Benefizkonzert statt. Ca. 100 Personen kamen zum Marstall in Ahrensburg und genossen ein buntes Programm, das aus Rock, Pop und Klassik bestand. Der Erlös aus dem Konzert waren 700 €!
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Dozenten und Schüler, die dieses tolle Konzert mitgestaltet haben.

Unsere Pläne
Wir sind sehr zufrieden und glücklich darüber, dass die Arbeit, die STERN-TALER in den vergangenen Jahren geleistet hat inzwischen so gute Früchte trägt. Daher wollen wir für das Jahr 2011 unser Hauptaugenmerk darauf richten unsere Kontakte weiter zu pflegen und wenn möglich noch auszubauen. Darüber hinaus wollen wir daran arbeiten in der Öffentlichkeit dauerhaft präsent und im Gespräch zu bleiben.
Schlusswort
Liebe Mitglieder, liebe Spender, liebe Interessenten!Wir freuen uns darüber, dass STERN-TALER den Kinderschuhen entwachsen ist und zu einer zuverlässigen Größe im Feld der gemeinnützigen Einrichtungen heran gereift ist.
Vielen Dank für Ihr Interesse an STERN-TALER und für Ihre Unterstützung, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.
Wir freuen uns auf ein neues STERN-TALER-Jahr.
Teilen Sie unsere Freude und
berichten von STERN-TALER in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis
vermitteln uns STERN-TALER-KINDER
helfen Sie uns zu helfen!
Herzlichen Dank
Ihr STERN-TALER Team
Susanne, Charlotte, Kathrin, Jeanette, Alessandra, Britta, Mechthild, Heike und Elisabet