Jahresbericht 2006
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser!
Wieder ist ein Jahr vergangen. Dank unseres guten Finanzpolsters war es uns möglich, alle Herzenswünsche, die an uns herangetragen wurden, zu erfüllen. Doch das Polster ist sehr dünn geworden. Und da bei allen aktiven Mitgliedern die Zeitkapazität für STERN-TALER durch Beruf und Familie immer mehr schrumpft, haben wir diese geringe Zeit, die zur Verfügung stand, den Kindern gewidmet und uns nur wenig um die Finanzen gekümmert. Im Jahr 2007 müssen wir jedoch unser Hauptaugenmerk auf die Einahmen von Spenden setzen, sonst wird es nicht möglich sein, Kindern etwas Glück zu schenken.
Wir möchten allen, die diesen Bericht lesen, bitten, von unserer Arbeit zu erzählen. Wir können nicht vielen Kindern in ihrer Not helfen, doch für jedes einzelne Kind, das wir erreichen, ist es ein großes Stück Glück.
In diesem Bericht können Sie rückblickend an den Erlebnissen des Jahres 2006 teilhaben und vielleicht ist spürbar, wie viel Freude auch wir dabei erleben durften.
STERN-TALER ist ein großes Geschenk für alle!
Vielen Dank
Ihr STERN-TALER-Team
Wir und unsere Partner:
Wie wir im letzten Jahr berichteten, hatten wir uns als Ziel gesetzt, in diesem Jahr unseren Aktivitäten-Kreis bis nach Lübeck auszubreiten. Unsere Gespräche waren erfolgreich und Frau Alexandra Harloff, die Leiterin der Paul-Burwick-Schule, eine Einrichtung der Vorwerker Diakonie, war sehr angetan von unserer Arbeit. Ganz spontan fiel ihr Kevin ein, über den Sie unter der Rubrik Unsere STERN-TALER Kinder 2006 einen Bericht finden. Wir freuen uns sehr auf die weitere nette Zusammenarbeit mit der Paul-Burwick-Schule.
Die Kontakte zu unseren Partnern sind nach wie vor gut etabliert: Kinderkrankenhaus Wilhelmstift und die hier angesiedelte Stiftung für familienorientierte Nachsorge SeeYou, das UKE, hier insbesonders Kinder 5, das Werner-Otto-Institut und die Kinderärzte Behrens und Bischoff.
Vom Werner-Otto Institut haben wir folgenden Bericht bekommen:
Ein Clown verzaubert die Stationen im Werner Otto Institut
Seit einem Jahr kommt einmal im Monat die Clownin Lilly zu uns auf die Stationen und zaubert Kindern und Eltern ein Lächeln ins Gesicht. In unserer Eltern - Kind - Klinik werden Kinder ab dem ersten Lebensjahr mit Verhaltensauffälligkeiten und -/oder Behinderungen unterschiedlichster Ursache behandelt. Oft sind die Familien sehr belastet, wenn sie zu uns kommen. Wenn die Clownin kommt, kündigen wir dies schon einige Tage im Voraus an und die Kinder genießen die Vorfreude. Lilly holt dann am Freitag Nachmittag die Kinder in ihren Zimmern ab, hinter den Türen ist die Spannung vor Vorfreude oft kaum auszuhalten.
Wie der Rattenfänger von Hameln zieht sie schließlich mit ca 16-18 Kindern im Schlepp über unseren Stationsflur zum Toberaum. Hintendrein die Elternschar :o).
Ein großes Kompliment an dieser Stelle an Lilly, die es immer wieder schafft, die quirlige Bande so zu faszinieren, dass alle die kompletten 45 Minuten Spaß haben, mitmachen und noch den ganzen Abend begeistert erzählen. Lilly zaubert mit Tüchern, Bällen und vielen lustigen Ideen, bezieht jedes Kind individuell mit ein - ein Clown mit riesengroßen Herzen für Kinder, die strahlenden Augen der Kinder rühren nicht nur die Eltern.... Vielen herzlichen Dank an STERN-TALER, der dies ermöglicht, und so auch Familien, die selten die Möglichkeit haben so etwas zu erleben, ein einmaliges Erlebnis schenkt. Wir hoffen, dass Sie das ein oder andere Mitglied hinzuerworben haben um diese wertvolle Arbeit zu unterstützen. Viele Grüße, auch an "unsere" Lilly, das Team der Stationen des Werner-Otto-Instituts im ev. Krankenhaus Alsterdorf gGmbh.
Unsere STERN-TALER-Kinder 2006
"Alina*"
Alina ist trotz ihrer Behinderung ein fröhliches 10-jähriges Mädchen. Zur Zeit ist sie sie auf den Rollstuhl angewiesen und ein ständiger Gast im Kinderkrankenhaus Wilhelmstift. Sie leidet an einer Spina bifida occulta, einer Schädigung der Wirbelsäule, die eher zufällig entdeckt wurde. Alina wünschte sich von STERN-TALER einen Urlaub auf einem Bauernhof. Da aber bereits ein mehrwöchiger ReHa -Aufenthalt in einer ländlichen Gegend geplant war, entschied sich Alina dann für Karten für das Musical " König der Löwen" mit ihren Eltern. STERN-TALER besorgte drei Karten für behindertengerechte Plätze in der Nachmittagsvorstellung. Die Karten wurden ihr im Krankenhaus zusammen mit einem kleinen Löwen überreicht. Alina war überglücklich und versprach STERN-TALER ein schönes Bild als Andenken an das Musical zu malen. Wir hoffen, dass Alina mit ihren Eltern einen schönen Nachmittag verlebt hat und sie ihre Krankheit für ein paar Stunden vergessen konnte.
"Tabea*"
Tabea ist ein aufgewecktes 11-jähriges Mädchen, das an Diabetes erkrankt ist und deswegen schon einige Zeit im Krankenhaus verbringen musste. STERN-TALER hat sie zu Hause besucht, wo sie alleine mit ihrer Mutter und ihren Hasen lebt. Tabea ist sehr aufgeschlossen, so dass wir uns lange mit dem fröhlichen und selbstbewussten Mädchen unterhalten haben. Sie besuchte die vierte Klasse einer Hamburger Grundschule und freute sich auf das Gymnasium nach den Sommerferien. Eifrig wurde diskutiert, welche zweite Fremdsprache aufgenommen werden sollte und ob der neue Schulweg mit dem Fahrrad zu bewältigen sei. Tabeas Herzenswunsch war deswegen ein neues größeres Fahrrad, um die neue Schule besuchen zu können. Es wurde ein Termin in den Hamburger Frühjahrsferien vereinbart, um ein Mountainbike zu erwerben. STERN-TALER besuchte mit Tabea ein Fahrradmarkt, wo sie sich schnell und unkompliziert für ein rotes Fahrrad entschied. Auf dem Nachhauseweg bedankte sich Tabea mehrmals und wollte die Zeit der Ferien nutzen, um ihr neues Fahrrad auszuprobieren.
"Chris* und Daphne*"
Mitten in den Sommerferien erreichte STERN-TALER ein Fax von Schwester Barbara aus dem Wilhelmstift, dass die 15-jährigen Zwillinge Chris und seine schwerstbehinderte Schwester sich jeweils ein Fahrrad und eine Hollywoodschaukel wünschen.
STERN-TALER besuchte die beiden in Rothenburgsort, wo sie mit ihrer Mutter leben. Zu dem Vater haben sie keinen Kontakt mehr, da er mit der schweren Behinderung von Daphne nicht zurecht kam. Daphne leidet seit ihrer Geburt an Epilepsie. Die ersten fünf Jahre ihres Lebens konnte sie noch am Leben teilnehmen und lernte sogar Fahrrad fahren. Während eines Krankenhaus- aufenthalts in Kiel fiel Daphne in ein Koma, aus dem sie mit schweren Hirnschädigungen erwachte. Wie ihre Mutter uns erzählte, befindet sie sich seither zwischen Leben und Tod. Eine Kommunikation mit ihr ist nicht möglich. Man weiss nicht, wie viel Daphne überhaupt von der Familie mitbekommt. Körperlich ist sie ihrem Alter entsprechend entwickelt, aber ihr Gleichgewichtssinn ist schwer gestört, so dass sie überall gegen stösst. Es befinden sich wenig Möbel in der Wohnung, um das Verletzungsrisiko von Daphne einzuschränken. Tagsüber trägt sie daher einen Fahrradhelm und Ellbogenschützer.
Vormittags wird die 15-jährige abgeholt und in einer Behindertenschule betreut, nachmittags übernimmt die Mutter die Pflege allein. Das Mädchen muss immer beaufsichtigt werden. Fast stündlich bekommt sie Epilepsieanfälle, die die Mutter schriftlich für die Ärzte dokumentiert. Nachts findet die Mutter auch keine Ruhe, da Daphne schon versucht hat, aus dem Fenster zu springen, welches sich im dritten Stock befindet. Eine Wohnung im Parterre wurde schon beantragt, aber vom Sozialamt noch nicht genehmigt. Ihre Mutter möchte sie auf keinen Fall in ein Heim geben, da sie dort mit Medikamenten nur ruhig gestellt und ans Bett gefesselt wird.
STERN-TALER hat für Daphne die gewünschte Hollywoodschaukel besorgt und im Wohnzimmer aufgestellt. Das Schaukeln soll sich positiv auf den Gleichgewichtssinn auswirken und nach den epileptischen Anfällen zur Beruhigung beitragen.
Ihr Bruder Chris ist ein sehr höflicher und aufgeweckter Junge, der die neunte Klasse der Hauptschule besucht und jahrelang aufgrund der Behinderung seiner Schwester stets zurückstecken musste. Er hat noch nie ein Fahrrad besessen und wünscht sich sehnlichst ein Mountainbike. STERN-TALER fuhr mit Chris und seinem Cousin zu einem großen Fahrradmarkt in Bergedorf, wo er zwei Stunden benötigte, um sich für das Fahrrad zu entscheiden. Das Verkaufspersonal war sehr nett zu ihm und reagierte nicht ungeduldig, als er ein Mountainbike nach dem anderen ausprobierte. Er bekam vom Fahrradhändler noch ein großes Schloss geschenkt und war sehr sehr stolz auf sein neues Eigentum. Als STERN-TALER eine Woche später die Hollywoodschaukel aufstellen wollte, mussten wir im Keller nochmals das Mountainbike bewundern. Er hatte es zu diesem Zeitpunkt nicht einmal benutzt, da er befürchtete, dass es sofort geklaut wird.
STERN-TALER war von dieser Familie sehr beeindruckt und hofft, dass die alleinerziehende Mutter weiterhin die Kraft findet, so aufopferungsvoll die Tochter zu pflegen und auch mehr Zeit für Chris zu finden.
"Georg*"
Vom UKE Kinderstation V bekamen wir dieses FAX:
Georg, 12 Jahre alt, erholte sich dort von einer schweren Operation. Renate Börü, unsere Kontaktperson aus der Station, erzählte uns, dass Georg ganz verschreckt wirke und die Vorfreude darüber seine bestehende Sammlung erweitern zu können ihn helfen würde, wieder munter zu werden.
"Stan*"
Aus der Kinderstation V erreichte uns auch folgendes FAX:
Stan, 11 Jahre alt, steht eine Nierentransplantation bevor und war wegen Untersuchungen auf Station. Er wünschte sich ein Spiel für sein Gameboy, um sich ein bischen abzulenken.
"Andi*"
Der fünfjährige Andi hatte Glück im Unglück, als er beim Spielen seinem Ball hinterher rannte und auf der Straße von einem fahrenden Auto erfasst wurde. Sein linkes Fußgelenk wurde schwer gequetscht, aber ansonsten blieb er unverletzt.
Das größte Problem war, dass die erforderliche Hauttransplantation wiederholt werden musste, weil die Haut nach der ersten Operation abgestoßen wurde.
Und so verbrachte Andi viele Monate im Wilhelmstift in Hamburg. Sein größter Wunsch: Wieder ganz gesund zu werden und Fahrrad fahren zu lernen, so wie seine großen Geschwister.
Als wir ihn dann schließlich zu Hause besuchten, erinnerte nur noch eine böse Narbe an den Unfall. Wir wurden mit hausgemachten libyschen Köstlichkeiten bewirtet und nachdem er seine Scheu überwunden hatte, drehte Andi mit seinem neuen Fahrrad gleich eine kleine Runde durch das Wohnzimmer.
Wir plauderten noch eine Weile mit der ganzen Familie über Kindergarten und Schule, den Unfall und vieles mehr, merkten aber bald, dass Andi sein Rad nun endlich auch draußen ausprobieren wollte.
Als wir uns verabschiedeten, hatten Andis Geschwister schon Pläne, wie sie ihm das Fahren ohne Stützräder beibringen würden. Wie gut, dass wir Andi auch einen neuen Helm mitgebracht hatten!
"Klara*"
Klara wurde schon als Kleinkind ein Teil der Leber ihres Vaters transplantiert, weil das Organ bereits bei der Geburt nicht richtig funktioniert hatte. Bis zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr ging alles gut, Klara konnte ein fast normales Leben führen, als im Mai 2006 eine Infektion die Leber so sehr schwächte, dass eine erneute Transplantation notwendig wurde. Die Frage war nur: Wann? Klaras Zustand war ernst, aber Spenderlebern sind rar. Es folgten lange Krankenhausaufenthalte und als uns Klaras Brief erreichte, den sie liebevoll und künstlerisch wie einen Laptop gestaltet hatte, wollten wir ihren Herzenswunsch, natürlich einen Laptop, gerne erfüllen.
Sie wollte sich damit die Langeweile vertreiben und vor allem für die Schule lernen, denn an einen geregelten Schulbesuch war in ihrem geschwächten Zustand nicht zu denken.
Da Klara mit ihren Eltern in Süddeutschland wohnt, beschlossen wir, sie während ihres nächsten Kontrolltermins im UKE zu besuchen. In der Zwischenzeit telefonierten wir regelmäßig und Klara schwankte bei diesen Gesprächen immer zwischen Hoffnung und Angst vor der erneuten Operation. Dann ging plötzlich alles sehr schnell, Klaras Zustand verschlechterte sich drastisch, sie "rutschte" auf der Spenderliste weiter nach oben und eines Nachts kam der ebenso ersehnte wie gefürchtete Anruf: Eine Spenderleber war gefunden und Klara musste umgehend nach Hamburg ins Krankenhaus. Bereits am nächsten Tag wurde sie operiert und schon ein paar Tage später durften wir sie besuchen. Noch blass und matt von der vielstündigen Operation lag Klara inmitten von blinkenden und piepsenden Geräten, aber ihre Augen strahlten, als sie den Laptop auspackte und sie bedankte sich vor lauter Aufregung gleich mehrmals. Die Eltern erzählten uns, wie sehr die Aussicht auf so ein wunderbares Geschenk Klara immer wieder aufgemuntert hätte und Klara verabschiedete uns mit den Worten: "Jetzt ist wurscht, wie lange ich noch hier bleiben muss. Jetzt hab´ ich was zu tun."
"Thomas*"
Über Thomas haben wir von Frau Harloff, die Leiterin der Paul-Burwick-Schule, eine Einrichtung der Vorwerker Diakonie, erfahren. Er leidet unter einer schweren, mehrfachen Behinderung und ist zusätlich noch blind.
Seine Wünsche kann er nicht selber ausdrücken, aber sein Lehrer, Herr Ulrich Höne versicherte uns, dass ein technisches Hilfsmittel ihm viele glückliche Momente bereiten würde. Der PowerLink3 Netzschaltadapter dient Kevin über zwei externe Tasten als Adaptionshilfe zur Steuerung elektrischer Geräte. Mit diesem Gerät ist es ihm möglich, elektrische Geräte ohne fremde Hilfe zu bedienen und somit sein direktes Umfeld selbständig zu kontrollieren. Diese Handlungen werden von Kevin bewusst initiiert. Zu einem gewissen Grad kann der PowerLink3 Kevins Einschränkungen bezüglich des Ein- und Ausschaltens elektrischer Geräte ausgleichen und ihn in die Klasse besser integrieren.
Der Junge kann so z.B. eine Küchenmaschine, ein Massagegerät, einen Ventilator oder einen Sprachwürfel einschalten oder den Mitschülern einen Tonbandtext seiner Mutter vorspielen.
Physiologisch erscheinen dieses Geräte ebenfalls sinnvoll. Der nicht sehende Junge ist motiviert Suchstrategien einzusetzen (Armmotorik) und seine Bewegungen gezielt zu wiederholen. Kevin zeigt dabei deutlich Motivation und die Fähigkeit, sich entsprechend der Funktionsweise mit dem PowerLink3 zu beschäftigen.
In der Nordelbischen Kirchenzeitung erschien dieser Bericht:
"Jacob*"
Jacob ist drei Jahre alt und ihm wurde letztes Jahr Leukämie diagnostiziert. Die sofort begonnene Chemo-Therapie hat deutliche Spuren bei dem früher fröhlichen Jungen hinterlassen. Jetzt ist er oft sehr ernst und traurig und die Spielfreude fehlt. Zusätzlich kommt noch, dass auf Grund seines sehr schwachen Immunsystems, er sehr isoliert lebt, wegen der hohen Ansteckungsgefahr und dies Entwicklungsverzögerungen bewirkt.
Während eins der vielen Aufenthalte im UKE machte Jacob sehr gute Erfahrungen mit der Beschäftigung mit Musik. Dort wurde eine Art musikalische Frühförderung angeboten, nach der Jacob immer im ganzen Gesicht strahlte. Wieder zu Hause, wollten ihm seine Eltern so etwas in der Art weiter anbieten. Nach langem Suchen und mit Hilfe von Dr. Bischoff, die uns über Jacob erzählte, fanden sie eine Musiklehrerin, die zu ihm nach Hause kam. Die Kosten waren von den Eltern alleine nicht mehr zu tragen, weswegen Frau Dr. Bischoff uns kontaktierte. STERN-TALER hat die Kosten gerne übernommen.
Berichte zum Thema Talentförderung
Seit zwei Jahren unterstützen wir nun Kinder, die in verschiedenen Bereichen besonders talentiert sind, aber aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit haben ihre Talente weiter zu entwickeln. In diesen zwei Jahren haben wir sehr gute Erfahrungen mit verschieden Institutionen gemacht und diese zeigen uns, dass die Talentförderung, neben der Erfüllung von Herzenswünschen, weiterhin ein wichtiges Thema bei STERN-TALER ist und wir damit viele Kinder in ihrer Not helfen.
Hier sind die Berichte von unseren Partnern im Rahmen der Talentvörderung:
Klavierunterricht an der Sterntaler-Schule in Hamburg Billstedt
Dieses Projekt läuft erfolgreich im zweiten Jahr und Herr Rick, der Direktor der Schule, berichtet uns mit welcher Begeisterung die Kinder nachmittags an den beiden Schulklaviere üben und wie schnell sie Fortschritte machen.
Musikschule Thomas Lass
In dieser Musikschule unterstützen wir zwei Mädchen:
"Doreen*"
Doreen war schon in unserem letzten Bericht. Eigentlich wollte Doreens Familie nach einem Jahr die Kosten des Unterrichts selber tragen, doch Ihre Mutter hat leider noch keine Arbeit gefunden und für Doreen wäre es sehr schlimm den Unterricht nicht besuchen zu dürfen, so dass wir beschlossen haben, sie weiter zu unterstützen.
"Julia*"
Julias (13) Augen strahlten, als wir sie das erste Mal zu Hause besuchten. Sie setzte sich sofort an ihr elektronisches Keyboard und spielte uns einige Melodien vor. Melodien, die sie bereits nach zweimonatigem Klavierunterricht super spielte. Wir sagten ihr unsere Unterstützung zu.
Ein halbes Jahr später durften wir Julia bei ihrem ersten Konzert erleben - die Musikschule gibt jährlich ein Konzert von allen Musikschülern. Sehr aufgeregt aber sehr konzentriert und gefühlvoll spielte Julia ihre Melodien. Vierhändig mit ihrer Klavierlehrererin zusammen. So konnten wir uns wieder davon überzeugen, dass bei Julia die STERN-TALER-Unterstützung gut gewählt ist. Julia ist eine der besten Schülerinnen ihres Alters. Weiter so!
Malkurs im Schulzentrum Am Heimgarten, Ahrensburg
Seit September 2005 fördert STERN-TALER einen Malkurs im Schulzentrum am Heimgarten im Rahmen der Ganztagsschule. Sechs Kinder im Alter zwischen 12 und 15 Jahren zeichnen unter Anleitung von Frau Schöttler-Labenz vor allem Comics. Dies ist die besondere Stärke dieser Kinder. Aber Frau Schöttler-Labenz bringt immer wieder neue Anregungen, die die Kinder gerne annehmen. Die Ganztagsschule hat inzwischen neue Räumlichkeiten bekommen und die Wände werden teilweise von den Kunstwerken aus diesen Kurs geschmückt. Zu Weihnachten haben wir diese wunderschöne Karte bekommen:
"Ignacio*"
Vor zwei Jahren kam der nun 16-jährige Ignacio mit seiner Mutter und seiner Schwester aus Äthiopien nach Ahrensburg. Hier geht er in die 9. Klasse einer Realschule und hat in der kurzen Zeit mit viel Fleiß und Engagement sowohl sozial, sprachlich als auch fachlich einen guten Anschluss gefunden. Ignacio bekam schulintern die Möglichkeit, Schlagzeugunterricht zu bekommen. Schnell stellte sich sein Talent heraus. Als dieser Kurs endete, bekamen wir von Ignacio zu hören und wir organisierten ihm anschließend den Unterricht bei dem Musikstudenten Emanuel im Ort. Ignacio war seelig. Seit Dezember 2006 verbringen die beiden wöchentlich eine Stunde an den Schlagzeugen und wir sind gespannt was wir noch alles von Ignacio hören werden!
"Patricia*"
Patricia ist die kleine Schwester (11) eines schwerbinderten großen Bruders. Dieser Junge braucht die ganze Aufmerksamkeit seiner Mutter, so dass Patricia gelernt hat, mit sich selber zurecht zu kommen. Ihre Mutter ist eine sehr aufmerksame Frau. Sie erfuhr über Umwege von STERN-TALER und wusste sofort: das ist etwas für meine Tochter. Denn Patricia wollte schon immer gerne lernen, Geige zu spielen. Patricia stellte den Kontakt zu uns selber her, suchte sich eine Geigenlehrerein und ist bereits seit eineinhalb Jahren aktiv. Wir freuen uns, dass Patricia so viel Spass in diesem Instrument gefunden hat und wir sie unterstützen können!
* Die Namen der Kinder wurden von uns für den Bericht im Internet geändert.
Unsere Pläne für 2007
2007 ist ein ganz besonderes Jahr für STERN-TALER, der Verein wird 10 Jahre alt! Das wollen wir natürlich feiern und planen ein großes Fest. Wie bei unserer Familien-Disco 2003 wollen wir einfach fröhlich miteinander feiern, das Fest soll aber ebenso dazu dienen, etwas mehr an die Öffentlichkeit zu treten.
Schlußwort
Liebe Mitglieder, liebe Spender, liebe Interessenten!
Unsere Hoffnung liegt darin, dass Sie durch diesen Bericht verstehen, wie wichtig Ihre Unterstützung ist. Wir sind ein sehr kleiner Verein und können nicht sehr viel bewegen, doch für jedes einzelne Kind, dem wir seinen Herzenswunsch erfüllen können, oder dessen Talent wir fördern können, ist es das Größte. Auch wir wollen gerne weiterhelfen, denn diese strahlenden Kinderaugen sind die größte Belohnung für uns!
Helfen Sie uns, noch vielen Kindern etwas Glück zu schenken und noch mehr Augen zum Strahlen zu bringen.
Ihr STERN-TALER Team
Susanne, Charlotte, Kathrin, Silke, Nathalie und Elisabet