Strahlende Kinderaugen

  

Aktuelle Wünsche

  

Maja

Maja ist die zweite von drei Schwestern und Stern-Taler lernte sie  durch Dr. Nils Lück kennen, der als Kinderarzt am Heidelberg Krankenhaus tätig ist. In diesem Krankenhaus musste Maja für einige Zeit liegen, denn sie hatte einen schweren Reitunfall, bei dem sie diverse Knochenbrüche am Kopf und innere Verletzungen davon trug. Eines ihrer Augen hat dadurch die Sehkraft verloren und noch ist nicht sicher ob diese wiedererlangt werden kann. Stern-Taler besuchte das Mädchen kurz vor seiner Entlassung in die Reha.

Maja  ist ein sehr offenes, liebenswertes Kind und erzählte vertrauensvoll was passiert war:  Der Ausbinder des Ponys (ein Hilfszügel vom Maul des Tieres zum Sattel, der eigentlich ein Schlagen mit dem Kopf verhindern soll) löste sich und wie Maja erzählte, erschrak sich das Pony so sehr vor dem herabhängenden Gurt, dass es stieg und sich mitsamt seiner Reiterin überschlug. Maja verteidigte während des Erzählens das Pony entschieden und will trotz der schweren Verletzungen nach Ihrer Genesung gerne wieder reiten.

Ihr Herzenswunsch war ein „Lego Haus“, das sie zum Geburtstag leider nicht bekommen hatte. Wir haben verabredet, uns nach ihrer Reha zu treffen und das richtige Haus gemeinsam auszusuchen.

Familie Böcek

Familie Böcek besteht aus Sonja Böcek und Ihren Kindern Sinan (17) und den Zwillingen Serkan und Sinem (beide 12). Der Vater der Kinder hat die Familie verlassen als Frau Böcek mit den Zwillingen im 7. Monat schwanger war und weigert sich nun den Kontakt zu seinen Kindern zu pflegen. Serkan (einer der Zwillinge) kam schwerhörig zur Welt und hat bereits in den ersten sechs Lebensjahren vier schwere Operationen hinter sich gebracht. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Junge zudem auch noch eine Fehlfunktion im Gehirn hat, deren Auswirkungen die Ärzte noch nicht genau einschätzen können. Sinem, seine Zwillingsschwester, hatte von Geburt an schwere Neurodermitis und regelmäßig heftige akute Bauchschmerzen. Als Ursache dafür stellten sich inzwischen eine Laktose- und Fructoseintoleranz heraus.

Der große Sohn Sinan musste seit der Geburt der Zwillinge immer zurückstecken,  so dass er sich zu einem zwar körperlich gesunden jungen Mann entwickelt hat, der aber sehr introvertiert (fast autistisch) ist und nur wenig Kontakte zur Außenwelt pflegt.  

Die Familie wurde uns von Frau Schwiderowski, einer Sozialpädagogin aus dem Sozialpädagogischen Dienst im Wilhelmstift vermittelt. Die Mitarbeiterinnen der sozialpädagogischen Abteilung unterstützen bzw. ergänzen im Rahmen einer ganzheitlichen Betreuung die medizinische und pflegerische Versorgung der kleinen Patienten und deren Familien.

Frau Schwiderowski erzählte uns, dass die Familie seit der Geburt der Zwillinge nicht mehr in Urlaub war und dass eine gemeinsame Auszeit ein großer Herzenswunsch der Kinder sei. Da Frau Böcek nur in den Herbstferien Urlaub nehmen konnte und sie keinen Führerschein besitzt, bot sich eine Pauschalreise ins "Warme" an. Der Vorschlag, eine Woche in die Türkei zu reisen, löste nach erster Sprachlosigkeit Tränen der Freude aus. Die Kinder sind BEGEISTERT, auf diesem Wege auch einmal ihre väterlichen Wurzeln kennen zu lernen. Alle konnten es gar nicht fassen und begannen mit Feuereifer nach einem geeigneten Ort und einer schönen Unterkunft. Wir haben nun ein Hotel in Antalya in Strandnähe gebucht – „all inclusive“, damit sich die Familie auch unbeschwert erholen kann.

  
Diese Wünsche haben wir in den letzten Wochen und Monaten erfüllen können:
                                  

Tewes

Tewes ist 5 Jahre alt und leidet, an einer Nervenläsion im unteren Bereich des Rückenmarks. Er ist von Geburt an querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Als die Kinderklinik in der Asklepios Klinik Nord Heidberg Kontakt zu uns aufnahm, hatte er zum wiederholten Male eine Nierenbeckenentzündung, was für ihn viele Tage im Krankenhaus bedeutete sowie auch viele Venenpunktionen zusätzlich zu den Unwegsamkeiten, die die Grunderkrankung mit sich bringt. Auf dem Wunschbogen stand noch: "Ein sehr lieber und aufgeweckter Junge, der einen erfüllten Wunsch mehr als verdient hat." Nach unserem ersten Treffen mit Tewes waren wir auch dieser Meinung.

Tewes wünschte sich von Herzen, einmal mit einem Rettungshubschrauber fliegen zu dürfen, wie er sie von seinem Krankenhauszimmer aus immer hatte starten sehen. Tewes hat gut verstanden, dass dieser Wunsch nicht umsetzbar ist, weil die Rettungshelis frei sein müssen, um im Notfall einsatzbereit zu sein. Wir vereinbarten einen „normalen“ Helikopterflug vom Flughafen Hamburg aus. Die Firma „Helitrans“ war so nett uns den Flug zu subventionieren (an dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank an Herrn Uwe Lahrmann und die Pilotin, Martina Schlenkhun) und so konnte Tewes mit seinem Zwillingsbruder Bastian und der Mama Hamburg von oben bewundern. Insbesondere der Containerhafen und die „dicken Pötte“ auf der Elbe haben es den Jungs angetan. Zum Abschluss flog der Heli direkt auf das Cafe zu, sodass alle Besucher das strahlende Gesicht von Tewes als Copilot im Helikopter sehen konnten.
Sicher wird Tewes diesen Tag nicht vergessen!
 

Familie Nitka

Familie Nitka wurde uns von der evangelischen Kirchengemeinde Borstel ans Herz gelegt. Frau Nitka ist allein erziehend und leidet schon geraume Zeit an starken Depressionen und Angstzuständen, sowie dem „restless leg Syndrom“. Diese Krankheit verhindert, dass Frau Nitka einer Berufstätigkeit nachgehen kann. Die wirtschaftliche Lage der Familie ist stark angespannt. Kredite und das durch die lange Bearbeitungszeit diverser Anträge und des Rentenbescheides bedingte mangelnde Einkommen führten dazu, dass sich die Familie in der privaten Insolvenz befindet. Die Situation belastet die 9jährige Tochter Isabel so stark, dass sie ihr eigenes erspartes Geld zum Familieneinkommen beisteuerte, um die wirtschaftlichen Notlage zu lindern.

Von ganzem Herzen wünschte Isabel sich ein Außengehege für ihre zwei Meerschweinchen. Am liebsten wollte sie eines mit Haus, das auch draußen stehen bleiben kann. Der unerwartete Besuch von STERN-TALER zauberte nach erstem Unglauben ein glückliches Lachen auf das Kindergesicht. Der Meerschweinchen Stall wurde mit tatkräftiger Unterstützung ihrer schnell telefonisch herbei gerufenen besten Freundin, ihrer Mutter und von Stern-Taler sofort aufgebaut, so dass die Meerschweinchen nach etwa eineinhalb Stunden ins Freie ziehen konnten. Isabel wollte gar nicht mehr von Ihrem neuen Außengehege fort. Sie saß daneben und genoss mit Ihren Tieren deren offensichtliche Freude an Gras und Luft sowie die Sonne, die über ihnen allen strahlte. 

Familie Mann

Familie Mann hat drei Kinder 5,12, und 13 Jahre alt. Die Eltern haben eine sehr zermürbende Trennung hinter sich, die die Kinder sehr belastet hat. Aus der wirtschaftlichen Not heraus haben die Eltern entschieden, innerhalb der ehelichen Wohnung getrennt zu leben. Sie versuchen den Kindern durch ein friedliches Miteinander einen normalen Alltag zu ermöglichen. Um den Stress der Trennung besser zu verarbeiten, wünschen sich die Kinder einen Besuch im Hansa Park. Dieser Besuch wurde von STERN-TALER Dank unserer Sponsoren ermöglicht. Die Familie wird in den Sommerferien einen Tag im Hansa-Park verbringen. Wir wünschen viel Spaß dabei!

Stephanie

Stephanie, 12 Jahre alt, ist bedingt durch eine Virusinfektion während der Schwangerschaft sowie durch Sauerstoff-Unterversorgung des embryonalen Gehirns sechs Jahre entwicklungsverzögert und lernbehindert . Sie besucht die 6. Klasse einer Förderschule. Ihr Immunsystem ist geschwächt, sie leidet unter Konzentrations-, Gleichgewichts- und kleinmotorischen Koordinationsstörungen.

Stephanie ist ein offenes, aufgewecktes, lebhaftes und wissbegieriges Kind. Sie ist sehr tierlieb - besonders Pferde hat sie ins Herz geschlossen. Sie hat  bereits mehrfach in Begleitung auf einem Pferd gesessen  - im Rahmen einer Kur und während eines Aufenthaltes in der psychologischen Tagesklinik. Eine Reittherapie ist für sie aus vielen Gründen heilsam und zukunftsweisend. Sie strebt einen Beruf an, in dem sie mit Tieren zu tun hat. STERN-TALER e.V. finanziert einmal pro Woche heiltherapeutische Einzelstunden bei einer Physiotherapeutin mit Zusatzqualifikation für Hippotherapie.

  

Merve 

Merve, 11 Jahre alt, wurde uns durch Dr. Nils Lück, Assistenzarzt der Kinderklinik im Heidberg Krankenhaus, vermittelt. Sie hat türkische Eltern, deren Deutschkenntnisse nur fragmentarisch sind. Alle "offiziellen" Dinge werden von der Schwester Selam (21) geregelt. 

Nachdem Merve lange Zeit wegen Kopfschmerzen und Übelkeit bei diversen Ärzten in Behandlung war, wurde nach massiver Intervention durch die große Schwester Selma der Sache genauer auf den Grund gegangen. Schlißlich fand man einen Hirntumoer an schwer operabler Stelle, der dann zunächst notfallmäßig behandelt und schlißlich doch operiert wurde. Nach 3 Monaten im Krankenhaus bekam Merve ein Katheter zur Ableitung von Wasseransammlungen gelegt und steht unter Beobachtung in der Hoffnung, dass der Resttumor nicht wieder wächst. Eine weitere Operation ist wahrscheinlich.

Bis zur Operation war Merve ein sehr agiles, aktives Mädchen, dem es nicht wild genug zugehen konnte (man vermutete ADHS). Die Operationen haben sie sehr verändert. Merve kann (und darf) nicht mehr turnen, Rad schlagen kriegt sie „nicht mehr hin“, und hat nun viel Angst vor einigen Aktivitäten wie zum Beispiel Schwimmen oder Rollerbladen. Die Geschwister sagen, sie sei sehr ruhig geworden.

Bei unserem Besuch erschien Merve extrem offen, liebenswürdig und kontaktfreudig. Sie wirkte sehr reif. Die Frage nach dem Herzenswunsch hat sie viel Zeit und Überlegung gekostet. "Ich kann mir doch nur ein Mal was wünschen, das muss schon das Richtige sein", sagte sie. Schließlich rief die große Schwester an und übermittelte, Merve wünsche sich eine rote (!) WII. Die WII erhielt Merve (zufällig so passend) am Tag vor dem Gespräch über die nächste große OP.

Die Überraschung gelang perfekt, da Selma (die große Schwester, die alle Dinge um Ihre Geschwister managet) Merve nicht verraten hatte, dass der Wunsch schon bei STERN-TALER angekommen war. Merve traute sich fast nicht, das Paket zu öffnen.

Selten haben Kinderaugen so gestrahlt.

 

Dominic

Dominic ist neun Jahre alt und wurde in der 30. SSW mit 1440 g als Frühchen geboren. Die ersten Wochen überstand er nur Dank der High Tech Intensivmedizin. In seinen ersten Lebensmonaten bescuhte Dominic häufig die Krankengymnastik, um seinen schwachen Muskeltonus aufzubauen. Er hat immer gekämpft und mitgeholfen, auch wenn es nicht immer leicht war. Im Laufe seiner weiteren Kindheit wurden noch Allergien, Neurodermitis und Infektanfälligkeit festgestellt.
Außerdem ist Dominic entwicklungsverzögert. Sein EEG entspricht nicht seinem Alter, außerdem wiegt er gerade einmal 22 kg und ist nur 1,20 m groß. In seiner Entwicklung ist er ca. zwei Jahre zurück. Bedingt durch seine Erkrankungen war er bis zum 6. Lebensjahr häufig Patient in der Notaufnahme und im Krankenhaus (gebrochener Arm, Hydrozele, Paukendrainage, Tonsillen).

Dominic besucht jetzt die 4. Klasse und leidet unter Konzentrationsstörungen. Zudem ist er hyperaktiv, aber er ist dabei doch immer sehr bemüht gute Leistungen zu bringen. Da Dominic anders ist, tut er sich schwer Freunde zu finden.Seit mehreren Jahren spielt er Fußball und ist großer Fan von Schalke 04. Er wäre gerne Torwart, wie Manuel Neuer, nur leider erlaubt seine mangelnde Körpergröße ihm das nicht. Daher spielt er jetzt in der Abwehr, wie Christoph Metzelder.
Sein Herzenswunsch ist es, nach Gelsenkirchen zu fahren, einen Blick in die Kabinen zu werfen, mit der Mannschaft einzulaufen und das Spiel aus erster Reihe zu sehen. Grandios wäre, wenn er auf seinem Schalke Trikot noch ein paar Autogramme bekommen könnte.
Nachdem wir Anlaufschwierigkeiten hatten, diesen Wunsch zu erfüllen, half unter anderem ein Aufruf, den wir auf unseren Seiten bei Facebook gepostet hatten. Dadurch ist der Kontakt zu Schalke inzwischen hergestellt und der Lions Club Ahrensburg unterstützt uns mit 400 €, damit wir Dominc ein unvergessliches Wochenende in Gelsenkirchen ermöglichen können. Wir bedanken uns herzlich beim Lions Club Ahrensburg und bei allen anderen, die uns dabei unterstützen, Dominics Wunsch zu erfüllen.

Am 7. Mai war es dann so weit. Dominic fuhr mit seiner Mutter nach Gelsenkirchen. Dort angekommen erfuhr Dominic, dass sein Herzenswunsch, mit einem Spieler aufzulaufen, doch nicht ganz erfüllt werden würde. Zumindest konnte er in die Spielerkabine und beim offiziellen Training zuschauen. Dort erkämpfte er sich ein paar Autogramme. Am Tag des Spiels durfte Dominic vor dem Auflaufen der Spieler einen Blick auf die Trainerbank werfen und einige Fotos machen. Zum Anpfiff musste er aber seinen Platz im Stadion einnehmen.

Leider ist es so, dass wir es manchamal nicht schaffen, die Herzenswüsche ganz zu erfüllen. Dieses war ein solcher Fall. Die Bilder, die wir  bekommen haben zeigen aber, dass trotz der Enttäuschung etwas Freude da gewesen ist.


 

Hamatullah

Eigentlich ist Hamatullah ein “Gewinner“, erzählte uns sein deutscher Pflegevater. Schwerkrank ist der für sein Alter sehr kleine 11-jährige aus Afghanistan über die „Herzbrücke“ nach Hamburg gekommen und ist somit einer der wenigen Auserwählten, die durch eine Operation am Herzen auf ein beschwerdefreies Leben hoffen dürfen. In Afghanistan hätte Hamatullah keine Überlebenschance gehabt. Das Projekt "Herzbrücke" der Albertinen-Stiftung ermöglicht herzkranken Kindern aus Krisen- und Kriegsgebieten eine lebensrettende Operation im Herzzentrum des Albertinen-Krankenhauses und des UKE.

Getrennt von seiner großen Familie, ohne jegliche Deutschkenntnisse findet er sich in einer Umgebung wieder, die mit seiner Kultur nichts gemein hat. Seine fürsorglichen deutschen Pflegeeltern und die Ärzteschaft des UKE sind sehr bemüht, ihn sowohl psychisch als auch physisch zu stabilisieren. Als STERN-TALER Hamatullah das erste Mal traf, ging es ihm sehr schlecht und er litt unter schrecklichem Heimweh. Gemeinsam wurde dann mit den Erzieherinnen des UKE der Entschluss gefasst, ein Handy anzuschaffen, damit er jederzeit Kontakt zu seiner Familie nach Afghanistan aufnehmen kann. Als STERN-TALER Hamatullah zwei Wochen später das zweite Mal traf, um ihm das Handy samt Guthaben zu überreichen, waren wir sehr überrascht, wie gut er sich mittlerweile auf Deutsch verständigen konnte. So konnten wir erfahren, dass er aus einem kleinen Dorf in Afghanistan stammt und noch zwei Schwestern und zwei Brüder hat. Das Handy samt Guthaben für viele Gespräche nach Hause waren für Hamatullah eine große Überraschung. Sein ganzes Gesicht strahlte. Mehrere Male kam wie selbstverständlich das deutsche „Danke schön“ über seine Lippen und sofort wurde der Akku aufgeladen, damit er Papa anrufen kann. Hamatullahs deutsche Pflegeeltern erzählten uns, dass er eine Woche zuvor das erste Mal in seinem Leben ein ferngesteuertes Auto geschenkt bekam, auf das er sehr stolz war. Als er aber mitbekam, dass im Nebenzimmer ein ebenfalls schwerkrankes Kind lag, das zudem unter einer geistigen Behinderung leidet, verschenkte er sofort das Auto, um dem Kind auch eine Freude zu bereiten. STERN-TALER war sehr beeindruckt von dieser Geschichte und hat diesen freundlichen und höflichen Jungen sehr ins Herz geschlossen.   

Alles Gute, Hamatullah! 

                            

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